Brandgefahren in der Landwirtschaft

Abstellen von Kraftfahrzeugen:

Kraftfahrzeuge  (Autos, Traktoren, Motorräder aber auch andere mit Verbrennungsmotoren betriebene Geräte) dürfen in Scheunen nicht abgestellt werden. Funkenflug, ein heißer Auspufftopf oder auch ein Kurzschluss in der elektrischen Anlage der Geräte können rasch und unerwartet zur Entzündung der eingelagerten, meist leicht brennbaren Güter, führen!

Glühlampen:

Die Oberflächentemperatur von eingeschalteten Glühlampen ist so hoch, dass abgelagerter Staub gezündet werden kann. Es sind deshalb nur Beleuchtungsgeräte mit Schutzgläsern über den Glühlampen zu verwenden!

Hantieren mit offenen Feuer und Licht:

Brennende Kerzen sowie Gas- und Petroleumlampen dürfen nie in leicht brennbarer Umgebung verwendet unsd auch nie unbeaufsichtigt abgestellt werden! Der Umgang mit offenen Feuer und Licht erfordert eine besondere Achtsamkeit und darf nie unüberlegt durchgeführt oder Kinderhänden anvertraut werden.

Elektrische Wärmegeräte im Stall:

Nur Geräte mit niedriger Oberflächentemperatur verwenden. Werden bei der Aufzucht zur Warmhaltung einfache "Heizlampen" oder "Heizstrahler" eingesetzt, gefährden diese nicht nur die Jungtiere, sie sind auch eine enorme Brandgefahr.

Heustockbrand:

Feucht eingebrachtes Heu neigt zur Selbstentzündung. Der Selbstentzündung geht eine Wärmeentwicklung voraus, die unter Umständen durch seltsamen Geruch, Schwitzwasserbildung oder auch Einbuchtungen in der Heustockmitte zu erkennen ist. In den ersten sechs Wochen nach der Einlagerung sollte daher die Temperatur im Heustock regelmäßig mit einer Heusonde gemessen werden. Wird im Heustock eine Temperatur von 70 Grad Celsius oder darüber gemessen, besteht bereits hohe Selbstentzündungsgefahr! In diesem Fall ist sofort die Feuerwehr zur Abwehr eines drohenden Brandschadens zu verständigen!

Feuer und Verbrennen im Freien:

Feuer im Freien gefährdet die Umgebung durch Bodenbrand und Funkenflug! Die gesetzlichen Regelungen für das Verbrennen im Freien sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.  Allerdings wurde aus Gründen des Umweltschutzes das Verbrennen im Freien in allen Bundesländern entweder stark eingeschränkt oder überhaupt verboten. Grundsätzlich gestattet ist das Abbrennen von Brauchtumsfeuern und von Feuern zur Ausbildung im Brandschutz. Dabei sind aber die generellen Umweltschutzanforderungen (kein Verbrennen von Müll, Mineralölprodukten, Gummi u. ä.) und die Sicherheitsabstände zur Verhinderung der Brandausbreitung einzuhalten.
Als Rictwerte für die Mindestabstände bei Feuer oder beim Verbrennen im  Freien können angenommen werden:

  • 30 Meter zu Bauten, Wald und öffentlichen Verkehrsflächen
  • 100 Meter zu Lagerungen leicht brennbarer Stoffe
  • 300 Meter zu Lagerungen brennbarer Flüssigkeiten

Vor dem Verlassen der Feuerstelle sind alle Glutreste nachhaltig mit Wasser zu löschen. Bei starken Wind ist im Freien jedes Verbrennen und jedes Anheizen eines Feuers unbedingt zu unterlassen.

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